Beauty und Wellness

In den letzten Jahren verzeichnen die Bereiche Beauty und Wellness einen immer größer werdenden Zustrom. Beauty und Wellness gelten längst nicht mehr als rein exotische Luxusthemen, sondern haben im Leben vieler Menschen ihren ganz fest angestammten Platz bekommen. Gerade in immer hektischer und schneller werdenden Zeiten ist es vielen Menschen wichtig, auch regelmäßig etwas für ihren Körper und ihre Seele zu tun, sich zu entspannen und sich verwöhnen zu lassen. Das aktive Genießen und Ausruhen stellt hier einen wohltuenden Kontrast zum häufig zu exzessiv betriebenen Sportprogramm und Körperkult dar.

Wellnessangebote sind in den letzten Jahren auch für Kunden mit normalem Geldbeutel erschwinglich geworden, ebenso wie sich auch die Zahl der Anbieter sehr stark erhöht hat. In Fitness-Studios, Hotels oder Clubs gehören unterschiedliche Wellness Angebote zum Gesamtportfolio. Die Auswahl ist so groß, dass jeder Interessierte das richtige finden und genießen kann. Auch die Beauty Branche erlebt einen weltweiten Boom. 2009 verzeichnete die deutsche Kosmetikartikelbranche einen Umsatz von 1,5 Mrd. Euro, eine merkliche Steigerung gegenüber 1,15 Mrd. und 1,3 Mrd. in den Jahren 2004 und 2008. Etwa 175 Mill. Euro geben die Deutschen jährlich für Make-Up aus, weitere 107 Millionen für Lippenstifte. Im Bereich der Körperpflege führen Haarpflegemittel und Shampoos mit 3,05 Mrd Euro vor Hautpflegemitteln, Seifen, Lotionen und Gesichtspflegeartikeln mit 2,97 Mrd. Jahresumsatz. Längst hat die Branche auf diese Entwicklung reagiert und ihr Angebot expandiert. Neue Salons werden eröffnet, Studios spezialisieren sich, Ausrüster bieten technische Neuerungen, Anbieter investieren in ihre Ausrüstung. In Bereichen wie Frisörbedarf oder Sonnenstudioausrüstung zog der Umsatz in den letzten zwei Jahren stark an, und Trendprodukte wie Nagelstudio Koffer sind so gefragt wie nie. Für Verbraucher macht sich dieses Wachstum in günstigen Preisen und einer wachsenden Produktpalettte bemerkbar. Mittlerweile geben 20 Prozent der Deutschen monatlich mehr als 50 Euro für Kosmetik aus, weitere 30 Prozent zwischen 25 und 50 Euro. Vor allem Männer zeigen sich dem kosmetischen Produkten gegenüber merklich aufgeschlossener als noch vor 10 Jahren.

Ähnliche Tendenzen vermeldet auch die Plastisch-Kosmetische Chirurgie. So verdoppelte sich bei den Herren der Schöpfung zwischen 2005 und 2006 die Nachfrage nach kometischen Korrekturen. Heute liegt der Männer-Anteil  an Schönheitsoperationen in Deutschland bei knapp unter 15 Prozent.  Dabei sind weniger Nasenkorrekturen gefragt - bis vor etwa 10 Jahren die häufigsten von Männern gwünschte Korrektur - sondern Haartransplantationen und Fettabsaugungen. Der bemerkenswerteste Trend betrifft jedoch das gesundene Durchschnittsalter der deutschen Schönheitschirugie Clientel. Laut einer Umfrage der DGÄPC (Deutsche Gesellschaft für Ästhetische und Plastische Chirurgie) waren im Jahre 2008 knapp 35 Prozent der Patienten unter 30 Jahre alt. Anders als ältere Jahrgänge sieht die junge Generation Schönheitskorrekturen nicht mehr  als Tabu sondern als legitimes Mittel zur Selbstverwirklichung. Doch auch bei den 40 bis 50-ährigen, wo traditionell Bruststraffung, Facelifting und Faltenunterspritzung zu den häufigst gewünschten Korrekturen zählen, bleibt die Nachfrage steigend. Erfreulich ist die allgemeine Tendenz in Richtung Transparenz und Qualität. Anders als noch vor einem Jahrzehnt begeben sich mittlerweile über 30 Prozent aller Patienten nur noch in fachärztliche Behandlung.