Sprachreisen

Was das Erlernen von Fremdsprachen angeht, zeigt das Trendbarometer der Spassgesellschaft eindeutig in Richtung Sprachreisen. Warum zu hause büffeln, wenn man bei einer Sprachreise förmlich  in die neue Sprache eintauchen und das Erlernte mit visuellen Eindrücken verbinden kann? Auf Sprachreisen lernt es sich einfach besser! Reiseveranstalter haben diesen Trend erkannt und ihre Angebote dahingehend erweitert, dass sie nicht nur Schüler oder Studenten ihre ansprechen, sondern auch Menschen, die mitten im Beruf stehen oder deren Berufsleben gerade beginnt.

Allzu gern hat man während der Schulzeit den Englisch- oder Französischunterricht nur als notwendiges Übel hingenommen, statt es als eine Chance für die Zukunft verstanden. Später muss immer nachgebessert werden, denn im Berufsleben ist ein sicheres Auftreten in einer Fremdsprache unumgänglich. Wer über das schulische Lernen hinaus gehen möchte, sollte sich überlegen, eine Sprachreise zu unternehmen. Hierbei wird in einem Mix aus Sprachunterricht und der praktischen Erfahrung, besser dem Erleben der Sprache durch deren aktive Anwendung im täglichen Umgang, Sprachwissen nachhaltig und vor allem lebendig vermittelt. Während bei Schülern, die ihre Ferien oft dazu aufwenden, um an einer Sprachreise teilzunehmen, was durch die Einbindung in eine Gastfamilie intensiviert wird, nehmen Berufstätige die Möglichkeit wahr, nach dem Unterricht in einer Firma zu arbeiten oder ein Praktikum zu absolvieren.

Auch hier gilt: Die Mischung macht es. Das bedeutet im Klartext: ein bestimmtes Unterrichtspensum in der Sprachschule und die Anwendung der Fremdsprache im Land selber. Letzteres ist genau das, was eine Sprachreise ausmacht.  Die Palette an Angeboten für Sprachreisen ist mittlerweile riesengross. Neben bekannten Top-Reisezielen wie Ibiza oder London gibt es mittlerweile  auch  Angebote für Sprachreisen zu so exotischen Geheimtipps wie oder Principe vor der afrikanischen Westküste (portugiesisch) oder St. Martin (niederländisch und französisch) in der Karibik  - keine Frage, der Sprachtourismus boomt. Der vergleichsweise theoretische Schulunterricht vermittelt gehobenes Basiswissen. Da Sprache aber ein lebendiges Kulturgut darstellt, muss man sie im praktischen Leben anwenden, um zu sehen, wie mit ihr umgegangen wird. Das beginnt mit vielleicht so profan anmutenden Dingen wie Einkaufen oder Ausgehen und endet in Fachdiskussionen oder Studienaufenthalten.